RFID und metallbeschichtete Buchdeckel

Alle, die eine RFID-Verbuchungsanlage in der Mediothek betreiben, kennen das Problem: ein silbern (metallen) beschichteter Buchdeckel schirmt das RFID-Signal ab. Wie kann so ein Buch trotzdem via Selbstverbuchungsanlage ausgeliehen werden? Monika Hirsbrunner Alder von der Regionalbibliothek Langenthal gibt via Swiss-lib folgende Tipps:

Lösung 1:

Mit dem Cutter auf dem hinteren Buchdeckel aussen ein Rechteck ausschneiden, das nur leicht grösser ist als das RFID-Label. Beim Ausschneiden wird nur die oberste metallene Schicht abgelöst. Das RFID-Label wird in diesem ausgesparten Quadrat aufgeklebt und mit Einfassfolie überklebt.
 
Lösung 2:
In der Mitte des Buchblockes wird ein Label auf eine Buchseite geklebt. Dafür gibt es transparente Labels, bei denen der Chip und die Antenne sichtbar sind. Auf ein Bild aufgeklebt, sind sie fast nicht zu sehen. Auf dem hinteren Buchdeckel wird notiert, auf welcher Seite das Label klebt. So kann es später bei allfälligen Problemen wiedergefunden werden.
 
Bei beiden Lösungen gilt: das RFID-Label wird nicht sofort fix aufgeklebt, sondern zunächst auf dem Schutzpapier gelassen und mit post-it leicht fixiert. Erst wenn es mit dem Beschreiben und Lesen des Transponders klappt, wird das Schutzpapier abgelöst und das Label endgültig aufgeklebt.
 
Nicht nur Bücher mit metallbeschichtetem Cover, sondern auch solche mit tiefschwarzem Cover schirmen teilweise das RFID-Signal ab. Das Publikum soll auch darauf hingewiesen werden, nicht sofort einlesbare Bücher aufzuklappen und offen auf die Leseplatte zu legen.

LOTSE-Tutorials jetzt komplett

Die neuesten LOTSE-Tutorials der Uni Münster behandeln die Themen "Umgang mit Datenbanken" sowie "Suchstrategien". Laut Kathrin Steiner vom LOTSE-Team ist die Sammlung damit komplett (via Inetbib).
Die Tutorials können separat auf der eigenen Mediotheks-Webseite verlinkt werden. Bibliothekarisch.de machts vor: sämtliche Tutorials mit den zugehörigen Materialien können hier einzeln angeklickt werden.

Vermittlung von IK

In Bibliotheksdienst 44. Jg. (2010), H. 10 ist auf S. 973-986 ein Artikel von Mario Hütte mit dem Titel "Inhalte und Methoden der Vermittlung von Informationskompetenz" zu finden. Der Artikel wird voraussichtlich in einigen Monaten frei zugänglich sein (Danke an Regula Berger für den Hinweis).

Fahrplan zur Facharbeit

Informationsmanagement-Studenten der Fachhochschule Stuttgart haben einen Fahrplan zur Facharbeit erarbeitet.

Die Facharbeit in Deutschland ist vergleichbar mit den Selbständigen Arbeiten der Sekundarstufe II in der Schweiz, d.h. mit der Maturaarbeit oder der Vertiefungsarbeit (VA) an Berufsschulen. Der Fahrplan zur Facharbeit enthält eine informative Anleitung zur Informationsrecherche und kann so gut auch Mittelschülern empfohlen werden (via Infobib).

Ausstellung Home im Stapferhaus Lenzburg

Vom 23.10.2010 bis 27.11.2011 findet im Stapferhaus Lenzburg die Ausstellung Home statt. Thema ist das gamen, googeln, adden, sharen ... der Digital Natives, also der mit dem Internet grosswerdenden Generation. Ein vierminütiger Film auf art-tv.ch gibt einen ersten Eindruck der Ausstellung und macht neugierig auf einen Besuch.

Podcast zum Thema Plagiate an Hochschulen

Auf SWR2 Wissen wurde am 10.11.2010 unter dem Titel "Abschreiber, Fälscher, Ideendiebe" eine 28minütige Sendung von Anja Braun zum Thema Plagiate an Hochschulen ausgestrahlt. In der Sendung werden drei Stufen von Plagiaten unterschieden: das wörtliche Abschreiben, der Abkupferungsaufsatz und der Ideenklau, wobei die Grenzen oftmals schwierig zu ziehen sind.

Viele Plagiate können verhindern werden, indem bereits früh das korrekte Zitieren und das saubere wissenschaftliche Arbeiten gelehrt wird.

Wikipedia für die Schule

Im heutigen Tages-Anzeiger bespricht Roger Zedi das Buch "Wikipedia clever nutzen - in Schule und Beruf" (danke an Verena für den Hinweis). Nando Stöcklin, der Autor des Buches arbeitet an der Pädagogischen Hochschule Bern und ist selber Administrator und Autor der deutschsprachigen Wikipedia. In der Rezension heisst es u.a.:

"... [Nando] Stöcklin zeichnet die Entstehungsgeschichte, Eigenheiten und Vorteile von Wikipedia übersichtlich und stets verständlich nach. Und geht auch auf die lauernden Fallstricke ein, etwa fehlerhafte Einträge, Vandalismus und mangelnde Objektivität oder Aktualität, und gibt anschauliche Tipps, wie man damit umgehen kann. Das Buch richtet sich sowohl an Schüler als auch an Lehrer und andere "Informationsarbeiter".

 

Bloglines bleibt bestehen

Gute Nachrichten für alle Bloglines-Nutzer: Der Dienst bleibt online und wird von MerchantCircle übernommen. D.h., die Podcastsammlung der Neuen Kantonsschule Aarau (NKSA) auf Digithek und die NKSA-Newssammlung bleibt weiterhin verfügbar. Mehr dazu im MerchantCircleBlog und im Ask.com-Blog

IDS-Partner in Swissbib und WorldCat

Nächstens werden die Katalogdaten der assoziierten Mitglieder des Informationsverbundes Deutschweiz (IDS) auch in Swissbib und WorldCat zu finden sein.
Dazu gehören z.B. die sechs Aargauer Mittelschulmediotheken und die Mediothek der Berufsfachschule Baden (Aargauer Bibliotheksnetz) sowie die Bibliothek der Bündner Kantonsschule (Bibliotheksverbund Graubünden). Via swissbib info

Medienwandel in der Schweiz

Das Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich hat einen vierminütigen Youtube-Film zum Thema Medienwandel in der Schweiz erstellt.

Der im Video beschriebene Wandel ist auch in Schulmediotheken zu beobachten: es werden weniger Zeitungen gelesen, weniger CDs ausgeliehen, dafür wird mehr Youtube geguckt und häufiger auf Facebook gesurft. Zum Stichwort Bibliothek:

"Mit Google Books kannst du im Browser deines Laptops über 4x mehr Bücher lesen als bei einem Besuch der grössten Bibliothek der Schweiz"

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