Social Media an der ETH-Bibliothek

Unter dem Titel "Social Media an der ETH-Bibliothek" ist in eGov 2/2011 ein Artikel von Rudolf Mumenthaler erschienen, der jetzt frei im Netz verfügbar ist. Auf Slideshare gibt es eine gleichnamige PPT-Präsentation dazu. Das Fazit des Artikels:

"Es ist keine Frage: Soziale Medien werden wahrgenommen. Sie sind eine effektive Methode, um zu signalisieren, dass eine Institution sich für ihre Kundinnen und Kunden interessiert und dass sie an einem Austausch mit ihnen interessiert ist. Es ist aber auch klar, dass die Nutzenden dieser Dienste nicht unbedingt der eigentlichen Zielgruppe entsprechen. Die Fans und Follower der ETH­Bibliothek sind viel mehr Bibliothekare 2.0 als ETH­Studierende. Aber gleichzeitig entwickelt sich die Be­deutung der sozialen Netzwerke rasant, und es gilt für Bibliotheken, hier präsent zu sein – zusätzlich zur herkömmlichen Web­präsenz."

Nachschlagen in einem Buch erübrigt sich

In der NZZ vom 29.8.2011 ist unter dem Titel "Eine Schule als Spiegel der Gesellschaft" eine Rezension der Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Kantonsschule Baden zu lesen. Im Schlusssatz der Besprechung wird die Schulbibliothek erwähnt:

"Als dieses Jahr ein Maturand gefragt wurde, wie viel Mal er die Schulbibliothek genutzt habe, lautete seine Antwort: gar nie, schliesslich gebe es das Internet - womit sich das Nachschlagen in einem Buch erübrige."

E-Books in Bibliotheken

Im Frankfurter Buchmesse-Blog findet sich unter dem Titel "E-Books und E-Book-Reader in Bibliotheken" ein Interview mit Rudolf Mumenthaler. Was könnten Verlage ändern, um E-Books attraktiver zu machen? Die Antwort von R. Mumentaler:

"Grundsätzlich müssten E-Books billiger sein. Angesichts der beschränkten Rechte und Einsatzmöglichkeiten von E-Books gegenüber gedruckten Büchern, ist der Preis zu hoch. Zudem sollten die aktuellsten Titel sofort auch als E-Books angeboten werden. Das heutige Angebot ist in dieser Hinsicht zu wenig attraktiv.
Weiter plädiere ich für offene Formate. Bei den Wissenschaftsverlagen muss man von der Praxis wegkommen, dass E-Books wie eine Zeitschrift als eine Ansammlung von Einzeldokumenten (Kapiteln vs. Artikeln) angeboten werden, die einzeln heruntergeladen werden müssen. Abgesehen davon, dass dadurch das Lesen von Texten extrem fragmentiert wird, ist das Herunterladen und Organisieren eine mühsame Arbeit für den Kunden.
Die Verlage sollten auch davon wegkommen, einfach eine digitale Version des gedruckten Buchs anzubieten. Schon heute lassen sich multimediale Inhalte und interaktive Elemente integrieren."

Soundtransit

Die Geräusche auf der Plattform Soundtransit stehen unter einer Creative Commons-Lizenz, dürfen also z.B. für Podcasts frei verwendet werden (via Archivalia).

Eine kleine Auswahl an Geräuschen:

Gebetsruf in Tirana

Grillenzirpen auf Bali

Atmende Steine

 

Comics in der Öffentlichkeit lesen

Am 28. August 2011 findet zum zweiten Mal der "Read Comics in Public Day" statt. Die Teilnahme ist einfach: nimm am kommenden Sonntag einen Comic, setz dich in ein öffentliches Verkehrsmittel, auf die Treppe der örtlichen Bibliothek, einen Park, ins Schwimmbad ... und lies einen Comic!

Von der letztjährigen Aktion gibt es eine schöne Flickr Galerie, die ComicsleserInnen in Aktion zeigt.

Researchgate

Über Researchgate, das "Facebook der Wissenschaft" wurde am 7.4.2010 hier bereits berichtet. Mittlerweile hat das Netzwerk über eine Million Mitglieder. Die Sendung Projekt Zukunft der Deutschen Welle vom 24.8.2011 beschäftigt sich mit den Vorteilen dieses Netzwerks:

"Internationaler Austausch, Fachartikel gratis, eine große Jobbörse - von solchen Vorteilen profitieren mittlerweile über eine Million Mitglieder weltweit. Keine Spur von Elfenbeinturm, Wissenschaft findet hier im Chatroom statt - und das hat Folgen, sagt Jürgen Renn, Institutsleiter am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte. Das Netz verändert das Kommunikationsverhalten der Forscher, interdisziplinäre Forschergruppen entstehen, alle Informationen sind im Netzwerk frei verfügbar und werden öffentlich diskutiert." (aus dem Text zur Sendung).

Praktiken des VDM-Verlags

Der VDM-Verlag war am 1.10.2010, 7.10.2010, und 28.10.2010 hier bereits Thema.

Unter dem Titel "Schröpfen on demand" berichtet jetzt auch die TAZ vom 18.7.2011 über die Praktiken, mit denen der Verlag mit Wikipedia-Artikeln Geld macht. VDM-Chef Wolfgang Philipp Müller kommentiert (ziemlich frech) einen Beitrag in einem Blog über Plagiate:

"Wenn öffentliche Bibliotheken Steuergelder für Content verschwenden, den sie kostenfrei downloaden können, finde ich das peinlich.”

Es lohnt sich, den Beitrag in der TAZ durchzulesen und dem Beispiel des Kollegen zu folgen:

Selbst Bibliotheken fallen auf den unseligen Wikipedia-Spam in Buchform herein. Der Leiter einer Fachbibliothek der Universität Erlangen-Nürnberg, Jens Hofmann, betont: “Bücher, die im VDM oder auch im Grin-Verlag verlegt werden, bestelle ich grundsätzlich nicht.”

Es werden zudem unter diversen anderen 'harmlosen' Namen zweifelhafte Werke herausgegeben (danke an Verena für den Hinweis. Mehr dazu auch im Netbib Weblog).

 

Plan3t.info

Wer bezüglich bibliothekarischen Blogs informiert sein möchte, findet im Aggregator Plan3t.info (früher Planet Biblioblog) ca. 100 deutschsprachige bibliothekarische Weblogs zusammengefasst. Die Website ist neu durch die Funktionalität Stimmen erweitert.

Mehr dazu hier (via Inetbib).

 

Podcast-Empfehlungen

Im Tages-Anzeiger vom 22.8.2011 ist unter dem Titel "Die Podcasts werden erwachsen" ein Artikel von Matthias Schüssler und Roger Zedi zum Thema "Sechs Jahre Podcasts" zu lesen.
Darin werden 12 alternative, exklusiv fürs Internet erstellte hörenswerte Sendungen vorgestellt (können z.B. via iTunes kostenlos abonniert werden):

Not safe for work (NSFW)

No agenda

Skeptoid

Hoaxilla

Raumzeit

Elementarfragen

Banana Politics

TNT Podcast

Sword & Laser

Slate's Political Gabfest

DH Unplugged

Realtime

 

Visualisierung mit WorldCat

WorldCat hat mit der Funktion WorldCat Identities Network seine Daten visualisiert. Gibt man im Suchfeld einen Autorennamen (oder eine fiktive literarische Figur) ein, wird die soziale Umgebung der Person als Graphik aufgezeigt (via MBI Blog).
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