100 Beste Bücher und Bestseller

Die Website "Die Besten Bücher der Welt" gibt einen Ueberblick über die 100 besten Bücher weltweit und Bestsellerlisten verschiedener Länder (via ZKBW Dialog Nr. 75 vom 15.4.2013):

"Die Website „Die besten Bücher der Welt“ versucht eine Würdigung der 100 wichtigsten, bedeutendsten und vielleicht besten? Bücher der Literaturgeschichte, „die man gelesen haben sollte“. Drei der vielversprechendsten Ansätze dazu stammen aus Deutschland (ZEIT), Großbritannien (BBC) und Frankreich (Le Monde). Die Seite beantwortet u. a. die Fragen, welches Buch - es ist übrigens nur ein einziges - auf den Bestenlisten aller drei Nationen aufgeführt wird und welcher deutsche Autor bei der Wahl von 750.000 Briten als einziger zur britischen Top - 100 der BBC gezählt wurde."

 

Solothurner Verlautbarung

An den 35. Solothurner Literaturtagen wurde eine Solothurner Verlautbarung verabschiedet. Sie enthält u.a. auch Forderungen an die Bibliotheken und Schulen:

1. Schaffung von Koordinationsstellen zur Verbesserung der Literaturvermittlung zwischen Autoren, Verlagen und Schulen.

2. Schweizer Bibliotheken verpflichten sich, bei jedem 7-ten eingekauften Buch eine lebende Schweizer Autorin, einen lebenden Schweizer Autor zu berücksichtigen.

6. Benennung jener Literaturgattungen, die sich nicht in Kategorien pressen lassen. Sie heissen Stör.

7. Lesen und kreatives Schreiben ist Teil des Schulunterrichts.

9. Schaffung von Literaturzügen.

11. Suchen nach der Herkunft von Wörtern und öffentliches Diskutieren darüber.

12. Etablierung des Vereihrechts.

13. Einführung eines täglichen Literaturtipps im Fernsehen zur besten Sendezeit.

14. Festivals, Lesungen, Performances durchführen als Aufritts- und Begegnungsmöglichkeiten.

 

 

ÖNB macht historische Werke online verfügbar

Als eine der weltweit ersten Nationalbibliotheken macht die Österreichische Nationalbibliothek ihren kompletten historischen Buchbestand vom Beginn des 16. bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts online zugänglich (via www.onb.ac.at):

"Das zukunftsweisende Projekt Austrian Books Online wird seit 2010 in einer Public-Private-Partnership mit Google durchgeführt. Insgesamt werden rund 600.000 urheberrechtsfreie Werke digitalisiert. Jetzt gingen nach intensiven Vorarbeiten die ersten 100.000 Bücher online. BenutzerInnen können die Werke über den Online-Katalog der Bibliothek kostenlos aufrufen, online lesen, im Volltext durchsuchen und vollständig herunterladen."

Kritik an Grimms Wörterbuch

"Die Welt" kritisiert unter dem Titel "Das böse Ende des "Grimm" den digitalen Nachfolger des Grimmschen Wörterbuchs (siehe auch Blogthek vom 3.12.2013):

"Die bisherige Unzulänglichkeit des DWDS alarmiert die Wissenschaftswelt. Zahlreiche Protestbriefe sind bei der Berliner Akademie eingegangen, darunter solche von verwandten Wörterbuchprojekten europäischer Partner. In diesen Schreiben beklagen die Forscher das Ende der Historischen Wortforschung ausgerechnet in Berlin, an jenem Ort, an dem Jacob und Wilhelm Grimm dieses Genre begründet hatten – mit Folgen für die ganze Welt."

Alle finden lesen toll

Die Zeit vom 21.3.2013 berichtet unter dem Titel "Alle finden lesen toll" über die Imagekampagne der Werbeagentur "Zum Goldenen Hirschen" für das Buch. Die Werbung läuft u.a. via Facebook. Angesprochen werden soll damit die Mittelschicht:

"So bleibt die Mittelschicht. Sie ist noch rückholbar. Auf einem Floß treibend, soll sie den Rettungsring fangen. Es gibt Hoffnung, dass die Mittelschicht – von Informationen übersättigt, multitasking und kindererziehend, gehetzt im Stress der Unterhaltung und der Wissensexplosion – sich doch noch an den schönen Zeitfresser Buch erinnert, dafür ihr Geld ausgibt und dabei auch noch fröhlich ruft: »Ich war ein Serienkiller!«"

DRM als Problem

Im Zusammenhang mit E-Books ist das Digital Rights Management (DRM) immer wieder Thema. Phil Bradley empfiehlt in seinem Blog-Beitrag "DRM encourages piracy, not libraries!", bei selbst gekauften E-Books den Kopierschutz zu knacken (das ist legal, siehe Blogthek vom 12.2.2013), v.a. angesichts solcher Fälle wie JManga, die bereits verkaufte Mangas auf den Readern löscht:

"However, please tell that to people who have spent money with JManga. This is the streaming site of the Japanese Digital Comics Association, and it's about to stop selling Manga. As of the 30th May the manga that people have purchased will become unavailable. There is also no way of storing or saving what users have purchased. It will just be gone. Unused purchase points will be transferred to Amazon vouchers, but the stuff that people have bought - well, that's just disappeared for good. What's the answer? Well, it's rather unpalatable but you have to steal it. That is to say, steal your own stuff, the stuff that you've legally bought and paid for, by stripping the DRM off it."

Schulbibliotheken in Zentrum

Seit Kurzem ist das Buch "Die Schulbibliothek im Zentrum : Erfahrungen, Berichte, Visionen" von Günter Schlamp, erschienen bei Bibspider, Berlin, erhältlich. Begleitend zum Buch gibt es eine umfangreiche Linkliste:

"Die Schulbibliothek sollte (wieder) ein pädagogisches Thema werden. Zu sehr dominiert seit Jahrzehnten der bibliothekarische Blick, der sie als Sonder- oder Unterform einer Stadtbibliothek sieht. Die Schulbibliothek soll ein Medienzentrum für Lehrer und Schüler sein, ein erweitertes Klassenzimmer. In ihr sollte Unterricht stattfinden, denn auch hier wird gefragt, untersucht, nachgedacht und diskutiert. Diese Buch soll Lust machen auf Schulbibliotheken, es soll anregen und Anstöße geben, Perspektiven aufzeigen, die Vision einer Schulbibliothek von morgen entwerfen. Es ist aus der Sicht eines Lehrers und Schulleiters geschrieben für Lehrer- und Schulleiterkollegen, Schulaufsichtsbeamte und Schulverwaltungsfachleute, Bildungspolitiker und Elternbeiräte - und für alle Bibliothekare, die Schulbibliotheken unterstützen wollen."

Schweizer Handschriften online

Das Projekt e-codices hat drei für die Schweizer Geschichtsschreibung aussergewöhnliche Handschriften digital zugänglich gemacht. In den Berner Chroniken von Diebold Schilling und jener von Werner Schodoler offenbaren sich dem Leser kunstvoll inszenierte Zeugnisse vergangener Epochen. Die digitalisierten Handschriften von e-codices können via RSS abonniert werden (via Arbido Newsletter vom 5.2.2013):

 

Werner Schodoler: Eidgenössische Chronik Vol. 1

Werner Schodoler: Eidgenössische Chronik Vol. 2

Werner Schodoler: Eidgenössische Chronik, Vol. 3

Diebold Schilling: Amtliche Berner Chronik, Vol. 1

Diebold Schilling: Amtliche Berner Chronik Vol. 2

Diebold Schilling: Amtliche Berner Chronik Vol. 3

Diebold Schilling: Spiezer Chronik

 

"Die an der Universität Freiburg angesiedelte virtuelle Handschriftenbibliothek der Schweiz (e-codices) hat in diesem Teilprojekt die drei Bände der Chronik Werner Schodolers sowie die drei Bände der Amtlichen Berner Chronik und den Spiezer Schilling digitalisiert. Mit der Unterstützung durch die Sophie und Karl Binding Stiftung ist damit ein weiterer Markstein auf dem Weg zur vollständigen Zugänglichkeit mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Manuskripte gesetzt worden."

Verbund privater Bibliotheken

Der Verbund privater Bibliotheken (VPB) existiert seit ca. eineinhalb Jahren (siehe auch Blogthek vom 24.6.2011). Jetzt hat der Gründer und Programmierer Maik Disch (Lernender Fachmann I&D, Malans) via Swisslib einen Aufruf zu finanzieller Unterstützung gestartet:

"Wir stecken zwar noch nicht in finanziellen Schwierigkeiten, aber unser Verbund hat uns schon immer eher rote anstatt schwarze Zahlen beschert. Grundsätzlich stört uns das ja nicht, weil der Verbund unsere Leidenschaft ist. Schade finden wir aber, dass wir dadurch viele Projekte nicht umsetzen können, weil uns eben einfach das Geld dazu fehlt. Z.B. die kostenlose Lieferung unserer Medien per Post, was unsere Ausleihzahlen vermutlich massiv in die Höhe treiben würde. Oder der Ausbau unseres Bibliothekskatalogs zu einer Art Online-Community uvm.

Wenn Sie unseren Verbund mögen, würden wir uns freuen, wenn Sie sich unter folgendem Pfad weiter informieren würden: http://bibliotheksverbund.ch/vpb/index.php?e1=empfang&e2=werbung

Wenn Sie unseren Verbund noch nicht kennen, finden Sie unter folgendem Pfad weitere Informationen: http://bibliotheksverbund.ch/vpb/index.php?e1=empfang. Dort befindet sich auch der Pfad zu einer Vertiefungsarbeit über ihn.

Eine kleine Bemerkung zum Schluss: wir denken daran, unsere Software - ein voll funktionsfähiges ILS - bald zu vermarkten. Halten Sie also die Augen und Ohren offen, wenn Sie sich dafür interessieren.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!"

Was soll ich als nächstes lesen?

Bookish gibt Lese-Tipps aufgrund eigener Vorlieben (via Stephen's Lighthouse):

“Bookish is an all-in-one website that uses patent pending technology to provide a book-centric, contextual and personalized experience, all with the goal of helping readers find their next book. We serve smarter book recommendations, original book lists and articles, and author and book pages for classics and new favorites.

Editorially independent, Bookish features great content about books and authors from a variety of publishers. Bookish’s eighteen genre pages and unique topics pages feature articles, Essential book lists and other book-related stories.

Bookish, LLC was founded by Hachette Book Group, Penguin Group (USA) and Simon & Schuster.”

 

 

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